Klinik für Hämatologie/ Onkologie gehört zum Brustzentrum Hamm

Im Januar 2002 haben sich drei Krankenhäuser zusammengeschlossen, um in enger Kooperation Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, optimal zu versorgen. Die drei Krankenhäuser sind neben dem St. Marien-Hospital Hamm die St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen sowie das St. Franziskus-Hospital Ahlen. Das gemeinsame Ziel ist der „Kampf gegen den Brustkrebs“.

 

 

 

Der Vorstand des Brustzentrums wird aus Vertretern der fünf medizinischen Kernbereiche besetzt:

  • Internistische Onkologie
  • Diagnostische Radiologie
  • Gynäkologie / Chirurgie
  • Strahlentherapie
  • Pathologie

Somit sind alle relevanten Kernkompetenzen vertreten, um die Behandlungskontinuität zu gewährleisten. Das Koordinationsbüro und das Qualitätsmanagement des Brustzentrum HAMM, Ahlen-Soest befinden sich in der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen GmbH. Vorstandssprecher ist Dr. med. Hermann Wiebringhaus, Chefarzt der Frauenklinik.

Neben den drei Krankenhäusern ist das Brustzentrum HAMM, Ahlen-Soest ein Netzwerk mit Kooperationspartnern aus den verschiedenen Bereichen der medizinischen Diagnostik, Therapie und der Nachsorge. Niedergelassene Ärzte und Therapeuten, ambulante Einrichtungen sowie verschiedene Selbsthilfegruppen sind Teil des Netzwerks.

 

Quelle: Brustzentrum Hamm

Beitrag d. Hämatologischen/ Onkologischen Ambulanz Dr. Dürk

Chemotherapien und - künftig immer wichtiger - die zielgerichteten Therapien mit Antikörpern und sogenannten „kleinen Molekülen“ haben in der Behandlung des Brustkrebses einen hohen Stellenwert. Ziel einer solchen Therapie ist  

 

  • in frühen Stadien der Krebserkrankung nach einer Operation möglichst alle im Körper vorhandene Krebszellen zu zerstören, um das Rückfallrisiko soweit möglich zu reduzieren
  • in fortgeschrittenen Stadien die Krebszellen zu zerstören oder zu schädigen.

 

Da Brustkrebszellen in der Regel eine schnellere Vermehrungsrate als normale Zellen haben, sind sie gegenüber der Chemotherapie empfindlich. Nicht jede Form von Brustkrebs kann und muss durch eine Chemotherapie behandelt werden. Jede Patientin muss individuell beraten werden und jede Patientin braucht eine speziell auf sie ausgerichtete und sorgfältig ausgewählte Therapie. Hierbei ist neben der Tumorausbreitung der Rezeptorstatus der Krebszelle entscheidend: 

 

  • Hormontherapien werden immer dann im Behandlungskonzept erwogen, wenn die Brustkrebszelle Hormonrezeptoren ausbildet.
  • Die Antikörpertherapie mit Herceptin (Wirkstoffname Trastuzumab) oder dem zielgerichteten Medikament (Lapatinib) ist ebenfalls nur dann wirksam, wenn der Rezeptor auf der Krebszelle nachgewiesen wird.

 

In einigen Fällen wird die Chemotherapie vor der Operation verabreicht. Besondere Bedeutung erlangt dieses Verfahren in den Fällen, in denen eine brusterhaltende Operation nicht möglich ist (z.B. zu großer Tumor oder entzündliche Tumore). Zusätzlich besteht die Möglichkeit zu sehen und zu messen, wie die Behandlung anspricht, also wie sich ein Tumor unter der Therapie verändert. 

 

Wenn die Chemotherapie nach einer Erst- oder Zweitoperation vorgenommen wird und keine Organmetastasen (also Tumorabsiedlungen in anderen Organen) vorhanden sind, spricht man von einer adjuvanten Therapie.  

 

Auch in den Fällen, in denen bereits Tumorabsiedlungen (Metastasen) nachgewiesen wurden, ist in der Regel eine Hormon- und/oder eine Chemotherapie erforderlich (Palliative Therapie). Eine solche Behandlung kann die Lebenszeit verlängern und sehr gut Symptome unterdrücken (z.B. Schmerzen, Luftnot oder Hautmanifestationen).  

 

Sofern bestimmte Rezeptoren vorhanden sind, kann der Antikörper Herceptin oder das zielgerichtete Medikament Tyverb in der Kombination mit Zytostatika eingesetzt werden.  

Seit kurzem steht ein weiterer Antikörper zur Hemmung der Gefäßneubildung (AvastinÒ Bevacizumab) zur Verfügung. Auch dieser wird mit einer Chemotherapie kombiniert.  

Bei allen Therapien gilt als Grundprinzip eine gute Lebensqualität der Patienten sicherzustellen.

 

 

Quelle: Brustzentrum Hamm

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Dr. Dr. Heinz A. Dürk - Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Hämatologe und Onkologe in Hamm (Westf.), Krebsspezialist und Arzt des Jahres 2005.