Hammer Bürger engagieren sich im Kampf gegen den Krebs. „Wir wollen uns einmischen“ (Ehrengard Ohlendorf)

 Anfang des Jahres 2009 nahm der neue Förderverein zur Bekämpfung von hämatologischen und onkologischen Erkrankungen in Hamm seine Arbeit auf. Im Mittelpunkt steht die gezielte Information von krebserkrankten Menschen. Viele Hammer Bürger schlossen sich dem Engagement bereits an, unter ihnen der Künstler Otmar Alt, der das Logo des „Hammer Kreises“ entwarf.

Das Ganze hat eine tolle Eingendynamik bekommen“, freut sich Uwe Zimmer aus Welver. Der Diplom-Ingenieur und Filmemacher ist mit Ehrengard Ohlendorf der Gründer des „Hammer Kreises“. Über 100 Interessierte gebe es bereits. Mitglieder sind so bekannte Bürger wie der ehemalige Oberbürgermeister Jürgen Wieland oder der Künstler Jockel Reisner. „Ärzte und Apotheker, Rechtsanwälte und Polizisten, Bürger aus allen Berufen – alle wollen sich anschließen“, sagt Zimmer mit viel Enthusiasmus. „Ähnlich wie beim Hammer Forum kündigt sich eine breite Initiative an“, so Frau Ohlendorf, die vor vielen Jahren die bundesweit bekannte Ärzte-Einrichtung ins Leben rief. „Und je mehr helfen, umso besser ist es für diejenigen, die wir unterstützen wollen.“ Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann übernommen.

 

Worum geht es? Warum wird ein solcher Verein gegründet?

„Ein solcher Förderverein ist aus vielen Gründen nötig“, macht Frau Ohlendorf deutlich. In Hamm ist die 66-Jährige als langjährige ehemalige Geschäftsführerin der Klinik für Manuelle Therapie bekannt. Das Gesundheitswesen hat sie gut kennengelernt. „In erster Linie sind für die Gründung persönliche Erfahrungen ausschlaggebend“, bekennt die gebürtige Berlinerin. „In meinem Umfeld erkrankten Freunde an Krebs.“ Einige der Patienten seien zur Behandlung zu Dr. Dr. Heinz Albert Dürk gekommen, den Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie im St. Marien-Hospital. Dieser Arzt habe sie beeindruckt. „Er hat sich über alle Maßen um die Patienten gekümmert und ist ein Mensch, mit dem man auf Augenhöhe sprechen kann.“ Ähnlich äußert sich Uwe Zimmer. Seine Mutter sei ins St. Marien-Hospital gekommen und bei „Dürk“ behandelt worden. „Ich habe selten einen Arzt wie ihn kennen gelernt“, bekennt der Welveraner offen. Gemeinsam mit Ehrengard Ohlendorf hätte er über eine Unterstützung der Klinik nachgedacht, ähnlich wie es bei anderen Kliniken auch der Fall ist.

 

„Wir unterstützen die Klinik für Hämatologie und Onkologie des St. Marien-Hospitals“

„Was bei anderen Kliniken selbstverständlich ist, fehlte hier bislang einfach“, sagt Zimmer. Der Förderverein hat sich unter anderem die Unterstützung der Klinik für Hämatologie und Onkologie des St. Marien- Hospitals zum Ziel gemacht. Dennoch: „Wir sind ein offener Verein“, so Frau Ohlendorf auf der Grundungsveranstaltung in der Otmar-Alt-Stiftung. Der Förderverein sei nicht gegen eine andere Einrichtung gerichtet. Eine Konkurrenz bei diesem sozialen Engagement könne es nicht geben. „Jeder, der zu uns kommt, ist willkommen“.

 

Im Mittelpunkt steht die gezielte Information

„Nur der gut informierte Patient kann mit seiner Erkrankung erfolgreich umgehen.“ Die gezielte Information ist daher ein zentrales Anliegen des Vereins. „Patienten, die selbst, beziehungsweise gemeinsam mit dem Arzt entscheiden, weisen eine viel höhere Therapietreue auf und tragen somit maßgeblich zum Behandlungserfolg bei“, sagt Frau Ohlendorf. Auch bei der Prävention gäbe es einiges zu tun. Gut informierte Menschen können sich bewusst für einen gesünderen Lebensstil entscheiden und dadurch bereits präventiv etwas gegen Krebs unternehmen. Erkranken solche Menschen an Krebs, wird die Diagnose zumeist früher gestellt. Im Mittelpunkt steht ein Informationsstützpunkt, der unter einer festen Telefonnummer zu erreichen ist. Regelmäßige Aufklärungsveranstaltungen für Patienten und Ärzte sollen folgen, kündigt Frau Ohlendorf an. Ein zentrales Augenmerk gilt den Therapieoptimierungsstudien. „Solche Studien verfolgen das Ziel, wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten und vor allem eine Verbesserung der Therapieergebnisse bei bestimmten Erkrankungen zu erreichen“, erläutert Dr. Dr. Heinz Albert Dürk (siehe Interview nächste Seite). Therapieoptimierungsstudien bieten große Chancen für die Erkankten. Hierüber möchte der Hammer Kreis ebenfalls mehr informieren.

 

An wen können sich die Betroffenen wenden?

Der Hammer Kreis e.V. ist zur Zeit über die Handy-Nummer

Tel. 0157/73828704 erreichbar.

 

Die Anschrift lautet:

Fichtestraße 23
59071 Hamm

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Dr. Dr. Heinz A. Dürk - Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Hämatologe und Onkologe in Hamm (Westf.), Krebsspezialist und Arzt des Jahres 2005.