Neues Onkologisches Zentrum Hamm gegründet

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HAMM - Eine höhere Qualität in der Patientenversorgung und eine weitere Senkung der Sterblichkeitsrate – dies sind die Ziele des neuen „Onkologischen Zentrums Hamm“. Die Gründungsmitglieder sind das St. Marien-

Hospital Hamm, die St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen sowie die Praxis für Hämatologie/Onkologie Hamm Dr. med. Heinz Weischer, Dr. med. Britta Bechtel, Herr Albert Grote-Metke. Damit wird zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt ein umfangreiches klinik- und sektorenübergreifendes Zusammenwirken in der Onkologie erreicht.

Stellten das neue Onkologiezentrum Hamm vor (von links):

Dr. Kurt Diebold (Gemeinschaftspraxis für Pathologie Hamm), Dr. Ralf Jany (Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, St. Marien-Hospital Hamm), Dr. Dr. Heinz Albert Dürk (Chefarzt der Klinik für Hämatologie/Onkologie, St. Marien-Hospital, Vorstandsvorsitzender des Onkologischen Zentrums Hamm), Judith Brüggemann (Personalentwicklung/Qualitätsmanagement St. Marien-Hospital), Albert Grote-Metke (Facharzt für Onkologie, Stellv. Vorstandsvorsitzender), Dr. Frank Marquardt (Medizin Controller, St. Marien-Hospital), Dr. Herrmann Wiebringhaus (Vorstandsvorsitzender Brustzentrum Hamm-Ahlen, Soest), Michael Kaufmann (Geschäftsführer der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen), Lilia Weinzettel (Qualitätsmanagement St. Marien-Hospital) und Dr. Nikolaus Dlugos (Geschäftsführer St. Marien-Hospital).

„Während Herz-Kreislauferkrankungen in ihrer Häufigkeit abnehmen, sind Krebserkrankungen auf dem Vormarsch“, weist der Vorstandsvorsitzende Dr. Dr. Heinz Albert Dürk auf die Dringlichkeit der Problematik hin. „Krebs gehört zu den am häufigsten gestellten Diagnosen, die mit dem demografischen Faktor weiter anwachsen werden. Bereits heute ist eine sehr erfolgreiche Behandlung von Tumorerkrankungen möglich, die die Lebensqualität und oft auch die Prognose der Patienten deutlich verbessern kann.“

Neuartige systemtherapeutische Therapiekonzepte hätten in den letzten Jahren zu erheblich verbesserten Behandlungsergebnissen bei den meisten Krebserkrankungen geführt, so Dürk. „Hierdurch nimmt die Krebserkrankung immer häufiger einen langwierigen – manchmal sogar chronischen – Verlauf, dessen Management durch onkologisch erfahrene Ärzte innerhalb eines kompetenten Netzwerks geleistet werden muss.“

Zudem sei in kaum einem anderen Gebiet der Medizin in den nächsten Jahren mit so vielen weiteren Fortschritten und neuen diagnostischen und therapeutischen Methoden zu rechnen wie in der Onkologie. Der Bedarf für eine umfassende und qualifizierte onkologische Versorgung der Bevölkerung werde deshalb sehr stark steigen, stellte der Onkologe fest.

Um dem Bedarf nach einer flächendeckenden, ganzheitlichen und multidisziplinären onkologischen Versorgung der Bevölkerung gerecht zu werden, werde das „Onkologische Zentrum Hamm“ gegründet.

„So wird eine enge Verzahnung und Abstimmung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung erreicht, die die Behandlungsqualität von Tumorpatienten in Hamm weiter verbessert,“ so der Onkologe Albert Grote-Metke.

„Das onkologische Zentrum ist als verbindendes Dach zu verstehen, in das die Organzentren wie zum Beispiel das Brust- und das Darmzentrum integriert werden“, erläutert Dr. Herrmann Wiebringhaus, Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen und Sprecher des Brustzentrums Hamm-Ahlen, Soest. „Mit dem neuen onkologischen Zentrum betonen wir die ganzheitliche Sicht einer medizinischen und pflegerischen Behandlung.“

Von zentraler Bedeutung ist auch die Einrichtung eines zentralen Studieninstituts. „Wir führen das Studienengagement klinik- und sektorübergreifend zusammen“, informiert Dr. Dürk. „Damit erreichen wir eine höhere Effizienz und senken durch die Bündelung nicht zuletzt auch den Verwaltungsaufwand.“

 

„Das onkologische Zentrum ist seit vielen Jahren von uns vorgebildet und vorgelebt worden. Jetzt bekommt es ein institutionelles Dach“, weist Dr. Ralf Jany, Chefarzt der Klinik für Strahlentherapie, auf die bereits enge Zusammenarbeit aller Beteiligter hin. „Wir haben es mit einer Win-Win-Situation zu tun, von der unsere Patienten am meisten profitieren“, bringt es Dr. Dürk auf den Punkt. Ein Optimium an Behandlungsqualität bestehe nicht zuletzt durch die strikte Orientierung an Empfehlungen und Behandlungsleitfäden entsprechend den Kriterien der evidenzbasierten Medizin.

 

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Dr. Dr. Heinz A. Dürk - Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Hämatologe und Onkologe in Hamm (Westf.), Krebsspezialist und Arzt des Jahres 2005.